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wsd:diagnostische_methoden:kommunikation:basik

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BaSiK

Zitiervorschlag: Stather, L. (2025). „BaSiK“ Abgerufen von URL: https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:diagnostische_methoden:kommunikation:basik,
CC BY-SA 4.0

Name BaSiK (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen)
Autor:innen Prof. Dr. Zimmer, R.
Testkategorie Standardisiertes Beobachtungsverfahren
Zielgruppe Ein- und mehrsprachige Kinder in Kindertageseinrichtungen
Aktuelle Auflage 3. Auflage 2019
Normiert im Altersbereich Monolinguale Kinder von 2;0-6;11
Mehrsprachige Kinder von 3;0-5;11
Zielfertigkeiten (lt. Manual) - Prozessbegleitende Beobachtung der kindlichen Sprachentwicklung
- Basiskompetenzen: auditive Wahrnehmung, Mundmotorik, taktil-kinästhetische Wahrnehmung, emotional-motivationale Kompetenzen, soziale Kompetenzen
- Sprachbereiche: Sprachverständnis, semantisch-lexikalische Kompetenzen, phonetisch-phonologische Kompetenzen, prosodische Kompetenzen, morphologisch-syntaktische Kompetenzen, pragmatische Kompetenzen, literacy
- Fragen zum Kind bezüglich sprachliches Umfeld
Testtheoretische Grundlagen Aktuelle Erkenntnisse aus Linguistik, Mehrsprachigkeitsforschung, Entwicklungspsychologie und Frühpädagogik
Zugangsfertigkeiten - Hören
- Sprechen
Speed-Komponente Keine
Gefährdungen der Testfairness Items können unterschiedlich interpretiert werden, was die Objektivität einschränkt
Zulässige Adaptionen (lt. Manual) Es können auch nur Teilbereiche beobachtet und dokumentiert werden
Auswertungen Anhand der Beobachtungsbögen werden die beobachteten Verhaltensweisen kriteriengeleitet auf einer vierstufigen Skala eingeschätzt („von „trifft voll und ganz zu“ bis zu „trifft noch nicht zu“) z.B. „Das Kind berichtet von sich aus über Erlebnisse und erzählt kleine Geschichte vor mehreren Personen (z.B. im Stitzkreis).

Qualitative Auswertung: Erfassung der aktuellen und nächsten Entwicklungsschritte und Planung der weiteren Unterstützung
Quantitative Auswertung: Erstellung eines Sprachprofils und Vergleich mit Bezugsgruppe durch Errechnung von Summenrohwerte, Bestimmung von Normwerten
Normstichprobe 2.500 Kinder
Zeitaufwand Variabel und individuell, je nach gewähltem Beobachtungszeitraum, vorgeschlagen wird ein Beobachtungszeitraum von vier Wochen
Umfeldstrukturierung keine
Testmaterial Beobachtungsbogen und Begleitheft
Deutschkenntnisse Müssen teilweise vorhanden sein
Kurzdarstellung der/des KerntestsPersönliche Angaben zum Kind:
Bisherige Befunde, Geschwisterkonstellationen, Angaben zum Erst- und Zweitspracherwerb

Basiskompetenzen:
- Auditive Wahrnehmung (z.B. Aufmerksamkeit, Lokalisierung von Reizen)
- Mundmotorik (z.B. Trinkfähigkeiten, Mundschluss, Zungenbeweglichkeit)
- Taktil-kinästhetische Wahrnehmung (z.B. Sensorik, Imitation)
- Emotional-motivationale Kompetenzen (z.B. Frustrationstoleranz, Neugier)
- Soziale Kompetenzen (z.B. Kontaktbereitschaft, Spielverhalten)

Sprachbereiche:
- Sprachverständnis (z.B. verstehen einfacher Wörter, Aufforderungen, kleine Geschichten)
- Semantisch-lexikalischer Bereich (z.B. Verwendung versch. Verben, Adjektive)
- Phonetisch-phonologischer Bereich (z.B. Vokale, Konsonantencluster, Reimwörter)
- Prosodische Kompetenzen (z.B. Variation in der Lautstärke, Satzmelodie)
- Morphologisch-syntaktischer Bereich (z.B. W-Fragen, Präpositionen, Verbzweitstellung)
- Pragmatische Kompetenzen (z.B. zeigt auf Dinge, berichtet über Erlebnisse)
- Literacy (z.B. betrachtet Bilderbücher, erkennt Symbole und Piktogramme)
Erfahrungen mit dem Testverfahren Um die Entwicklung der Sprache über einen längeren Zeitraum zu beobachten, eignet sich dieses Verfahren sehr gut. So kann beispielsweise in einem Feststellungsverfahren die Ergebnisse mit einfließen, um zu beurteilen, wie schnell ein Kind sprachliche Fortschritte macht.

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Layout und Gestaltung: Christian Albrecht, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) Baden-Württemberg

wsd/diagnostische_methoden/kommunikation/basik.txt · Zuletzt geändert: 2025/02/04 13:12 von Romina Rauner