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BUEVA-III

Zitiervorschlag: Stiehl-Neumann, E. (2019). „BUEVA-III“. Abgerufen von URL: https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:diagn_methoden_koerperfunktionen:bueva-3, CC BY-SA 4.0

Quelle: https://www.testzentrale.de

Name BUEVA-III (Basisdiagnostik umschriebener Entwicklungsstörungen im Vorschulalter – Version III)
Autor:innen Esser, G. & Wyschkon, A.
Testkategorie Entwicklungstest
Aktuelle Auflage 2016
Normiert im Altersbereich 4;0 - 6;5 Jahre
Zielgruppe Kinder im Alter von 4;0-6;5 Jahren
Zielfertigkeiten (lt. Manual) - Mentale Funktionen
- Artikulation
- Sprache (expressiv & rezeptiv)
- Motorik
CHC-Zuordnung - Kurzzeitgedächtnis (Gsm)
- Auditive Wahrnehmungsverarbeitung (Ga)
- Fluide Fähigkeiten (Gf)
- Kristalline Fähigkeiten (Gc)
- Verarbeitungsgeschwindigkeit (Gs)
Testtheoretische Grundlagen Die Untertests der BUEVA-III setzen sich aus verschiedenen Verfahren zusammen, die entweder aus anderen Tests entnommen oder neu entwickelt wurden:

- Verbale Intelligenz: nach dem Vorbild der CMM neu entwickelt
- Nonverbale Intelligenz: „Analogien“ aus dem P-ITPA erweitert um leichte Items
- Rezeptive Sprache: neu entwickelt
- Expressive Sprache: „Grammatik“ aus dem P-ITPA erweitert um leichte Items
- Visuomotorik: in Anlehnung an VSRT neu entwickelt
- Zahlen- und Mengenverständnis: neu entwickelt
- Artikulation: Möhring-Test (Kurzform)
- Körperkoordination: neu entwickelt
- Phonologische Bewusstheit: „Reimen“ aus dem P-ITPA erweitert um leichte Items und „Laute erkennen“ neu entwickelt
- Aufmerksamkeit: neu entwickelt
- Arbeitsgedächtnis: „Sätze –Nachsprechen“ aus dem P-ITPA erweitert um leichte Items
Zugangsfertigkeiten keine Angabe im Manual
Speed-Komponente Im Untertest 10 (Aufmerksamkeit) Zeitvorgabe 90 Sekunden
Gefährdungen der Testfairness Keine Angabe im Manual
Zulässige Adaptionen (lt. Manual) Keine Angabe im Manual
Auswertungen - Auswertung des UT Visuomotorik und des UT Aufmerksamkeit mit Schablonen
- Auswertung manuell nach Anleitung mit Tabellen im Handbuch
Normstichprobe Die Normierung beruht auf einer Stichprobe von 3.875 Kindergartenkindern zwischen 4;0 und 6;5 Jahren.
Zeitaufwand 30 Minuten
Umfeldstrukturierung keine Angabe im Manual
Testmaterial Testkoffer mit
- Manual
- Testhefte und Testhefte Kurzform
- Vorlagenmappe A (UT 1)
- Vorlagenmappe B (UT 3 und 4)
- Vorlagenmappe c (UT 6, 7 und 9)
- Laufmatte
- Hüpfmatte
- Zeichenvorlagen UT 5
- Schablonensatz UT 5
- Arbeitsblätter UT 10
- Schablonensatz UT 10
Deutschkenntnisse notwendig
Kurzdarstellung der/des Kerntests 1. Nonverbale Intelligenz: Das Kind ist aufgefordert, aus mehreren Alternativen das Bild zu finden, das nicht zu den anderen passt.
2.Verbale Intelligenz: Das Kind solle einen Satz ergänzen, in dem eine Analogie (Gegensatz) gebildet werden muss.
3. Rezeptive Sprache: Dem Kind werden jeweils vier Bilder vorgelegt. Es soll entscheiden, welches Bild das vorgesprochene Wort oder den genannten Satz repräsentiert (Verneinungen, Präpositionen, Verstehen von Sätzen).
4. Expressive Sprache: Dem Kind werden Sätze vorgesprochen, bei denen das jeweils letzte Wort zu ersetzen ist (Anwenden grammatischer Regeln).
5. Visuomotorik: Das Kind soll nach Vorlage Kreise, Kreuze und Dreiecke abzeichnen (Räumliche Trennung der Figuren, Abstand der Figuren, Ausrichtung und Passung).
6. Zahlen- und Mengenverständnis: In einer Geschichte werden in 23 Items Zählfertigkeit, Größen- und Mengenerfassung, Zahlenlesen und einfache Addition und Subtraktion erfasst.
7. Artikulation: Das Kind benennt Bildvorlagen; der Testleiter beobachtet kritische Laute und Lautverbindungen.
8. Körperkoordination: Zehengang vorwärts und rückwärts, Hackengang vorwärts und rückwärts, auf einem Bein stehen, Einbeinhüpfen
9. Phonologische Bewusstheit: Reimen Das Kind muss entscheiden, auf welche von mehreren Alternativen (auch grafisch dargestellt) sich ein vorgegebenes Wort reimt. Laute erkennen Das Kind muss Vokale (Wortanfang und Wortmitte) aus Antwortalternativen herausfinden.
10. Aufmerksamkeit: Das Kind soll in 90 Sekunden unter verschiedenen Bildern möglichst systematisch nach zwei Zielreizen suchen und diese durchstreichen.
11. Arbeitsgedächtnis: Das Kind soll vorgesprochene Sätze exakt nachsprechen.
Erfahrungen mit dem Testverfahren Der Test eignet sich gut, um eine erste Einschätzungen der Entwicklungsbereiche zu erhalten und die weitere Diagnostik zu planen.

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Layout und Gestaltung: Christian Albrecht, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) Baden-Württemberg