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Bedingungsanalytische Diagnostik nach Trost

Zitiervorschlag: Brandstetter, R. (2016). „Bedingungsanalytische Diagnostik nach Trost“. Abgerufen von URL: https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:grundlagen:trost, CC BY-SA 4.0

Die folgende Grafik veranschaulicht die sieben Handlungsschritte der Bedingungsanalytischen Diagnostik.


Bedingungsanalytische Diagnostik

Bedingungsanalytische Diagnostik

Zitiervorschlag: Grafik „Bedingungsanalytische Diagnostik“ von Staubitz, P. (2024) nach Albrecht, C. & Brandstetter, R. (2021). Abgerufen von URL: https://wsd-bw.de/doku.php?id=wsd:grundlagen:trost, CC BY-SA 4.0


Trost benennt in seinem Aufsatz „Bedingungsanalytische Diagnostik“ folgende Schritte:

  1. Formulierung einer diagnostischen Fragestellung
  2. Fragestellungsnahe Handlungsbeobachtung: Gemeint ist damit der erste Eindruck der diagnostizierenden Person in Bezug auf die diagnostische Fragestellung.
  3. Fragestellungsanalyse: In diesem Schritt expliziert die:der Diagnostiker:in den theoretischen Hintergrund der geplanten Untersuchung systematisiert und strukturiert.
  4. Erhebung des Ist-Standes: Gemeint ist hier das Zusammentragen von Informationen bezogen auf die formulierte diagnostische Fragestellung.
  5. Formulierung von Hypothesen: In diesem Schritt sollen „zielführende Untersuchungshypothesen“ entwickelt werden. Es geht um den Versuch, die diagnostische Fragestellung zu verstehen und zu erklären. Empirisch verwendbare Daten sollen dabei in einen Zusammenhang mit den Informationen der Fragestellungsanalyse gebracht werden.
  6. Auswahl diagnostischer Methoden: Nach der Auswahl bestimmter Hypothesen werden in Abhängigkeit von diesen die diagnostischen Methoden ausgewählt. Die Hypothesenformulierung und deren Untersuchung mit geeigneten diagnostischen Methoden greifen ständig ineinander. Sie wiederholen sich so lange, bis die:der Diagnostiker:in zu einem gut begründbaren Ergebnis gekommen ist.
  7. Aussagen zum sonderpädagogischen Förderbedarf

Literatur

Trost, R. (2008). Bedingungsanalytische Diagnostik: Ein Vorschlag zur Überwindung alter Gräben. In G. G. Hiller, R. Trost & H. Weiß (Hrsg.), Der diagnostische Blick. Vaas: C&C-Verlag.

Trost, R. (2017). „Man sieht nur, was man weiß.“ Diagnostik in inklusiven und sonderpädagogischen Arbeitsfeldern. In: Lindmeier, C. & Weiß, H. (Hrsg.): Pädagogische Professionalität im Spannungsfeld von sonderpädagogischer Förderung und inklusiver Bildung. Sonderpädagogische Förderung heute, 1. Beiheft. Weinheim: Beltz Juventa


Layout und Gestaltung: Christian Albrecht, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) Baden-Württemberg